Business Knigge

Zum Businessalltag in Japan gehört unter anderem das aktive Mitsingen in Karaokebars. Selbst wenn man nicht singen kann, wird man sich doch früher oder später mit Verhandlungspartnern und Kollegen und einem Mikro in der Hand in einer dieser Bars wiederfinden, um auf diese Art und Weise neue Kunden zu gewinnen und Verhandlungen abzuschließen.

 

Das ist aber durchaus nicht der einzige Unterschied zum uns Europäern bekannten Geschäftsleben. Um in Japan erfolgreich durch den Businessalltag zu kommen und nicht aus Versehen etwas äußerst unhöfliches zu tun, ist es ratsam sich vorher mit der Business-Etikette Japans zu beschäftigen, denn wie man schnell merkt, ist in Nippon vieles anders.


Das Ritual mit den Visitenkarten

Visitenkarten sind im japanischen Geschäftsleben äußerst wichtig und ein bedeutender Teil des Kennenlernens. In einem japanischen Sprichwort heißt es sogar: „Ein Mensch ohne Visitenkarte ist wie ein Mensch ohne Gesicht." Aus diesem Grund werden bei Geschäftsterminen im Businessalltag immer zuerst die Visitenkarten ausgetauscht. Dabei ist es besonders wichtig die Karten immer mit beiden Händen zu überreichen und die Karte des Gegenübers auch immer mit zwei Händen entgegen zu nehmen. Danach liest jeder die wichtigsten Business-Informationen, die auf der Karte stehen - Name, Firma, Position - laut vor und legt diese anschließend sorgfältig vor sich auf den Besprechungstisch. Mit diesem Ritual wird der Inhaber der Visitenkarte gewürdigt.

 

Öffentliche Kritik vermeiden

Sollte nach dem Austauschen der Visitenkarten bei dem anschließenden Business-Meeting eine Präsentation gezeigt werden, bei der der eine oder andere Fehler enthalten ist, sollte man nicht den Fehler begehen und den Präsentierenden vor allen und sofort mit diesen Fehlern zu konfrontieren.

 

Stattdessen sollte man anschließend an das Business-Meeting persönlich zu der Person gehen und ihn bitten, einem die Präsentation zur Verfügung zu stellen, damit man selbst noch einmal das Thema recherchieren könne und die Daten überprüfen könne, da die aus der Präsentation leider nicht mit den eigenen übereinstimmen. Alles andere, und vor allem eine direkte Konfrontation mit den Fehlern wäre eine direkte Kritik, die äußerst unhöflich ist und den Präsentierenden zudem vor allen entblößt. In einem solchen Fall sind also äußerste Diplomatie und Feingefühl im Businessalltag von Nöten.

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