Kultur

In der modernen Kultur Japans sind uns Europäern vor allem zwei Dinge bekannt: Mangas, die japanische Version der Comics, und Animes, Zeichentickfilme, die sich vor allem dadurch als solche erkennen lassen, dass die Charaktere alle sehr große Kulleraugen haben. 

 

Die Mangas wiederum sind auch für Laien dadurch erkennbar, dass sie in japanischer Leserichtung, also von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen werden, was am Anfang für den Leser verwirrend sein kann. Aber auch das Fernsehen spielt eine wichtige Rolle in der modernen japanischen Kultur und hat eine ebenso lange Tradition wie in den USA oder in Deutschland. Wie in Deutschland die GEZ-Gebühr muss jeder Haushalt in Japan eine Rundfunkgebühr von ca. 2000 Yen (ca. 13 €) monatlich bezahlen. Ausländische Serien oder Spielfilme findet man im japanischen TV-Programm nur selten. Die meisten Sender zeigen, vor allem zur Prime-Time, heimische Serien, vor 20 Uhr auch Animes und Variety Shows, wie das auch in Deutschland bekannt gewordene Takeshi's Castle und ähnliches.

 

Alte Traditionen der Kultur - Konfuzius und Zen

Immer noch aktuelle, aber altbekannte Traditionen japanischer Kultur sind der Konfuzianismus und der Buddhismus, speziell mit einer bestimmten Ausprägung, dem Zen-Buddhismus. Die Lehren des Konfuzius sind dabei nicht nur in Japan beheimatet, sondern unter anderem auch in China, also eine asiatische Kultur. Dabei bedeutet der Name, Konfuzianismus, übersetzt „Ideen der Anhänger der Schule der Gelehrten". Darunter zu verstehen sind die Philosophien und politischen Vorstellungen des Konfuzius, dem Gründer dieser Bewegung, die neben dem Buddhismus und dem Daoismus eine der sogenannten „Drei Lehren" ist.

 

Erst im 20. Jahrhundert erreichte der Konfuzianismus, der die Alltags-Kultur in ganz Asien beeinflusst, die restliche Welt. Der Buddhismus ist im Gegensatz zu den Lehren des Konfuzius keine Bewegung sondern die führende Religion des Landes und mit bis zu 500 Millionen Anhängern weltweit die viertgrößte Glaubensrichtung der Welt. Dabei berufen sich die Gläubigen auf die Lehren des Siddharta Gautama, der auch als historischer Buddha bezeichnet wird.

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